Foto: Thomas Langer

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Die Zertrennlichen

Wiederaufnahme
Schauspiel von Fabrice Melquiot ab der 4. Jahrgangsstufe
Deutsch von Leyla-Claire Rabih und Frank Weigand
Romeo und Julia in den Kinderzimmern zweier Wohnblocks einer heutigen Stadt: Romain und Sabah sind neun Jahre alt und beobachten sich durch die Fenster der Hochhaussiedlung. Er sitzt auf einem Schaukelpferd – „auf Ebay ersteigert!“ – und galoppiert gegen seine Einsamkeit an. Sie trägt eine Feder im Haar – „weil ich eine Sioux bin!“ – und sucht Verbündete im Kampf gegen den großen weisen Büffel. Sie wohnen einander gegenüber, kommen aber aus verschiedenen Welten. Während die Eltern der beiden diese Unterschiede betonen und sich abgrenzen, brechen Romain und Sabah aus den engen Grenzen ihrer Familien aus und entdecken ihre eigene Welt voller kindlicher Liebe, tiefer Freundschaft und fantastischer Abenteuer. Die Eltern jedoch, statt aufeinander zuzugehen, geraten aneinander und zerstören die zarte Beziehung der beiden. Unzerstörbar ist aber die Utopie eines besseren Zusammenlebens, die das junge Paar aufzeigt, und so empfanden die Fürther Nachrichten in ihrer Premierenkritik: „Mehr Hoffnung, als diesem sensiblen Ende innewohnt, geht eigentlich gar nicht“ und kürten die Produktion zur „Inszenierung des Jahres 2019“. Fabrice Melquiot gewann für seinen bemerkenswerten Text über kulturelle Unterschiede und Ressentiments in einer modernen Begegnung sowohl den französischen Grand Prix de Litterature dramatique Jeunesse als auch den Deutschen Kindertheaterpreis.

Produktion Stadttheater Fürth

Inszenierung:Thomas Stang
Bühne:Johanna Deffner
Kostüme:Anke Kreuzer-Scharnagl

mit Hannah Candolini, Boris Keil
08.10.2020
10:00
Kulturforum Fürth, Große Halle
bis ca. 11:10 Freier Verkauf Preise:
€ 12,- (Erwachsene)/6,- (Kinder)

Oktober 8 @ 10:00
10:00 — 11:00 (1h)

Kulturforum Fürth